Weinberg und -keller

Eine unscheinbare Zeitungsanzeige im Januar 2010, in der ein kleines Stück Land zur Pacht angeboten wurde,  stand am Beginn meines kleinen Weingutes.

Der Sylvanerweinberg, gepflanzt 1958, im Casteller Kirchberg war Liebe auf den ersten Blick. Die alten knorrigen Stöcke, die Weinbergspfosten, die schon nicht mehr ganz gerade standen, und eine viel höhere Pflanzdichte als man sie heutzutage findet, verströmten ihren eigenen Charme. Zwei Jahre habe ich diesen Weinberg neben meiner Tätigkeit im Burgenland am Wochenende bewirtschaftet, bis ich 2012 wieder nach Franken zog und noch zwei weitere Weinberge dazu gepachtet habe. Was ich am Neusiedler See an natürlichem Weinbau gelernt habe, entwickle ich nun am Main weiter.

Von Beginn an war klar, dass der Sylvaner im Mittelpunkt stehen soll. Ich wollte und will die Sorte Frankens für mich und sie neu entdecken, zeigen was man ihr bei minimalistischem Einschreiten im Keller für Aromen entlocken kann die nur von dem Standort an dem sie gewachsen ist, geprägt sind. So liegt der Sylvaneranteil bei über 60%, ergänzt durch etwas Müller-Thurgau und Riesling.

Neben den Weinbergen hier in und um Iphofen bewirtschafte ich auch einige Terrassen am Main. Die Terrassen gehören zu den ältesten Lagen in Franken und sie versprechen ein Mikro-Klima, das hoch individuelle Weine hervor bringt. Findet man hier in den Weinberge Gipskeuper so sind die Terrassen aus rotem Sandstein errichtet.

Das alles wird im Augenblick in einem kleinen Anbau am Haus meiner Großeltern vergoren und zu Wein ausgebaut.

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