Die 2013er

12 Mai

Die 2013er.

Sie haben sich lange Zeit gelassen und viel Geduld erfordert, bis die Weine ihr Ok zur Füllung gaben. Aber das Warten hat sich gelohnt. Nach 18 Monaten im Holzfass (von 300l bis zum klassischen Stückfass) haben die Sylvaner und der Riesling ihre Ecken und Kanten, die der 2013 Jahrgang mit sich brachte, abgelegt und glänzen nun in ihrer ganzen Pracht. Vieles ist gleichgeblieben, manche Weine sind neu hinzugekommen. Wie es sich ergeben hat, haben wir im Winter 2012/2013 noch ein paar kleinere Stückchen im Gambacher Kalbenstein zur Bewirtschaftung hin zu bekommen. Und da die Böden so abwechslungsreich sind, haben wir alle Parzellen separat ausgebaut und es auch nicht übers Herz gebracht ihren eigenen Charakter und ihre Eigenständigkeit einer übersichtlichen Angebotsliste zu opfern. So gibt es dieses Jahr sowohl einen Sylvaner Steinterrassen vom Muschelkalk und vom Sandstein, und in limitierter Auflage auch den GK von beiden Böden. Die Sylvaner vom roten Sandstein und dem Muschelkalk im Gambacher Kalbenstein spiegeln ein so beeindruckendes und eigenständiges Bild der verschiedenen Böden wider, was ich in der Deutlichkeit selbst nicht erwartet hätte. Und um das geht es uns letztendlich: durch den bewussten Verzicht auf alle Eingriffe und Behandlungsmittel jedweder Art in der Weinbereitung ein unverfälschtes Bild des Jahrgangs und des Ursprungs der Weine wiederzugeben.

Was gibt es sonst noch neues?

Wie der eine oder andere vielleicht weiß, gibt es in jedem Jahr eine Spielerei zur Erbauung des Winzers. 2012 war es der Riesling mit knapp 20% Anteil sechsmonatiger Maischegärung, 2013 ist es ein Sylvaner, der für 18 Monate auf der Maische vergoren und gelagert wurde. Für mich sehr beeindruckend, welche Bandbreite und Facetten die Rebsorte Sylvaner alles bietet. Und um den Forscherdrang noch etwas mehr Freiraum zu geben, haben wir auf eine Schwefelung verzichtet. Ich freue mich schon die Entwicklung des Weines zu beobachten. Crazy little thing, that Sylvaner.

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Eine Antwort to “Die 2013er”

  1. Wein-Phantasien März 8, 2017 um 10:37 am #

    Hallo zusammmen,
    mit großem Interesse habe ich den Artikel gelesen. Berufsbedingt, aber auch aus eigenen Anrieb bin ich stets auf auf Weinrecherchen. Hier wird mir wieder einmal deutlich, wie viel Einfluss der Boden auf den Charakter des Weines hat. Beeindruckend.

    Bester Gruß

    Boris

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